FIPS File and Program Server

Der FTP-Server der FH Niederrhein

Kommunikationsdienste und ihre Nutzung

ELM - das komfortable Mailprogramm unter UNIX

Autor: Dipl.-Ing. Harald Mürmann / DV-Koordinator Krefeld
Stand: 27. April 1999

Inhalt

Vorwort
1 Elm - der komfortable Mailer für UNIX
1.1 Die Handhabung von Elm
1.2 Elm konfigurieren
Anhang
A Absenderlogos oder Signatures
B Versenden von Binärdateien per E-Mail unter UNIX
C Der vi-Editor

Vorwort

Der vorliegende vermittelt eine Einführung in das Mailprogramm "elm", das als frei verfügbare Software für UNIX-Rechner vorhanden ist. Elm ist auf allen UNIX-Hosts der DVZ, der FBe 03 und 08 sowie den HP-Rechnern im FB 04 installiert.

Für die Darstellung im Skript gelten folgende Regeln:

bei der Beschreibung von Befehlen:

  • nicht eingeklammerte Angaben sind wie angegeben zu verwenden.
  • Angaben in <..> sind durch aktuelle Werte zu ersetzen.
  • Angaben, getrennt durch | sind alternativ
  • Angaben in [ ] sind optional.
  • eine Folge von mehreren Punkten .... besagt, daß noch weitere Angaben möglich sind (z. B. Befehl <option(en)> <datei1> <datei2> ....<datein>)
  • Befehle werden in der Regel mit RETURN oder ENTER abgeschlossen. Das Symbol <CR> ist nur in Ausnahmefällen angegeben.

    bei Beispielen:

    Normalschrift: Ausgabe des Rechners
    Unterstrichen: Kommentare
    Kursiv: Benutzereingaben

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    1 Elm - der komfortable Mailer für UNIX

    Elm ist das derzeit auf UNIX-Ebene komfortabelste Mailprogramm. Es wurde von Mitarbeitern der Firma Hewlett-Packard (HP) entwickelt, deswegen inzwischen auch standardmäßig auf Rechnern dieses Herstellers vertreten. Nichts desto weniger handelt es sich um eine im Quellcode frei verfügbare Software, so daß dieses Programmpaket auch auf anderen UNIX-Rechnern implementiert werden kann (es lebe das Internet.

    Abgesehen von immer mehr um sich greifenden Programmen unter MS-, Open- oder X-Windows ist Elm ein Mailer auf UNIX-Ebene, der vom Komfort her immer noch seinesgleichen sucht. Das Programm ist auch für den ungeübten Benutzer einfach zu handhaben und aufgrund der Konfigurationsmöglichkeiten mittels der Datei ´elmrc´ weitgehend an die persönlichen Bedürfnisse eines jeden Benutzers individuell anpaßbar.

    Nach dem ersten Aufruf des Programms wird der Benutzer erst einmal nach der Einrichtung von zwei Unterverzeichnissen (´.elm´ und ´Mail´) gefragt. Die entsprechenden Anfragen des Programms sollten auf jeden Fall bejaht werden, da diese Verzeichnisse für den sinnvollen Umgang mit Elm notwendig sind.

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    1.1 Die Handhabung von Elm

    Nach der Eingabe des Befehls elm sieht der Bildschirm etwa folgendermaßen aus:

    Mailbox is /var/spool/mail/mymail with 15 messages [Elm 2.4 PL0]

    N 1 Sep 12 Harry Hurtig      (321)      Elm-Testprotokoll
    N 2 Sep 12 Pete Churchyard      (65)      Re: Trouble with PC-Elm
    N 3 Sep 11 tom@sun23      (23)      Problem mit Turbopascal
    -> N 4 Sep 2 Hansi Meier      (18)      Treffen 14.9.
    O 5 Aug 31 geirs!haupts      (126)      NIS-Konfiguration
    6 Aug 30 root      (7)     
    7 Aug 14 kevin      (11)      Nicht allein zu Haus

    You can use any of the following commands by pressing the first character;
    d)elete or u)ndelete mail,
    m)ail a message,
    r)eply or f)orward mail, q)uit
    To read a message, press <return>. j = move down, k = move up,
    ? = help
    Command:

    Die erste Zeile beinhaltet Angaben über die geöffnete Mailbox, die Anzahl der vorhandenen Nachrichten und die Version von Elm. Darunter befindet sich eine Übersicht der eingegangenen Nachrichten in tabellarischer Form. Hier im Skript ist die aktuelle Mail durch -> markiert, auf dem Bildschirm erfolgt dies meist durch inverse Darstellung.

    In der ersten Spalte wird der Mailstatus angezeigt:

    N neue Mail
    O alte Mail (d. h. noch nicht gelesen)
    D zur Löschung markierte Mail
    U wichtige (urgent) Mail

    Das zweite Feld zeigt die laufende Nr. der Mail an. Diese kann weitgehend ignoriert werden, es sei denn, man will schnell zu einer bestimmten Mail wechseln (see later). Die Größe der Liste, d. h. Anzahl der aufgeführten Mails ist abhängig vom Terminal bzw. der Größe eines Fensters unter Open- oder X-Win-dows.

    Das Datum ist üblicherweise das Absendedatum der Mail.

    Im nächsten Feld steht der Absender. Elm versucht in der Regel den vollen Namen des Absenders anzuzeigen, was jedoch bei manchen Systemen nicht immer möglich ist, wie z. B. bei Mail Nr. 3 und 5.

    Der in Klammern angezeigte Wert gibt an, wieviel Zeilen die Nachricht enthält.

    Im letzten Feld steht schließlich der Mail-Betreff (Subject). Eine Subject-Angabe ist zwar nicht zwingend notwendig, jedoch sehr hilfreich.

    Das dreizeilige Menü zeigt die für die normale Arbeit wichtigsten Befehle. Der Cursor steht hinter dem Wort "Command", in diesem Skript als dargestellt.

    Die typische Aktion an diesem Punkt ist die Betätigung der RETURN-Taste, um die aktuelle Mail zu lesen. Der Bildschirm wird frei gemacht und die Mail angezeigt:

    Message 4/15 from Hansi Meier Sep 2 1994 at 21:04

    Hallo Heinz,
    vergiß bitte nicht unser Treffen am 14. Sept. um 10:30 bezüglich der Netzplanung!

    Gruß Hansi

    Command (´i´ to return to index):

    Wir haben nun eine Palette an Möglichkeiten zur weiteren Bearbeitung der Mail, wovon hier die meist genutzten aufgeführt sind:

    beantworten
    an einen anderen Empfänger weiterschicken
    drucken
    löschen
    Mail als Datei abspeichern

    Um beispielsweise auf die obige Mail zu antworten wird der r(eply)-Befehl eingegeben. Am unteren Bildschirmrand erscheint folgendes:

    Command: Reply to message Copy message (y/n)?

    Da hier nur eine Bestätigung erfolgen soll, ist eine Übernahme des Textes in die Antwort nicht notwendig und deshalb ein n für NO eingegeben. Der untere Teil auf dem Bildschirm ändert sich in:

    Command: Reply to message To: Hansi Meier
    Subject: Re: Treffen 14.9.

    An diesem Punkt können wir einen neuen Betreff angeben oder einfach mit RETURN den von Elm vorgeschlagenen akzeptieren. Im letzteren Fall ändert sich die Anzeige zu:

    Command: Reply to message To: Hansi Meier
    Subject: Re: Treffen 14.9.
    Copies to:

    Da nur der Absender eine Bestätigung erhalten soll, wird dieser Punkt mit RETURN übergangen. Im Anschluß an die Beantwortung dieser Fragen wechselt Elm in den vom Benutzer bevorzugten Editor, um den Text (hier der Antwort) einzugeben. Nach dem Verlassen des Editors bietet Elm folgende Möglichkeiten:

    Please choose one of the following options by paranthesized letter:
    e)dit message, edit h)eaders, s)end it, or f)orget it.

    Mit Betätigung der s-Taste wird die Mail abgeschickt, was Elm durch die Meldungen "Sending Mail ..." und "Mail sent!" kund tut. Meist ist "s" als default voreingestellt, so daß nur die RETURN-Taste betätigt werden muß. Am unteren Rand steht wieder:

    Command (´i´ to return to index):

    Um wieder in die Mailliste zu wechseln wird die i-Taste betätigt und die Liste sieht nun so aus:

    Mailbox is /var/spool/mail/mymail with 15 messages [Elm 2.4 PL0]

    N 1 Sep 12 Harry Hurtig      (321)      Elm-Testprotokoll
    N 2 Sep 12 Pete Churchyard      (65)      Re: Trouble with PC-Elm
    N 3 Sep 11 tom@sun23      (23)      Problem mit Turbopascal
    -> 4 Sep 2 Hansi Meier      (18)      Treffen 14.9.
    O 5 Aug 31 geirs!haupts      (126)      NIS-Konfiguration
    6 Aug 30 root      (7)     
    7 Aug 14 kevin      (11)      Nicht allein zu Haus

    You can use any of the following commands by pressing the first character;
    d)elete or u)ndelete mail,
    m)ail a message,
    r)eply or f)orward mail, q)uit
    To read a message, press <return>. j = move down, k = move up,
    ? = help
    Command:

    Da die Mail Nr. 4 inzwischen gelesen worden ist, wurde der N-Status gelöscht.

    Als nächstes soll die Message von kevin bearbeitet werden. Durch Eingabe der Mail-Nr. 7 erscheint folgende Zeile:

    Command: New current message Set current message to: 7

    Mit RETURN wird Mail Nr. 7 als aktuelle Mail gesetzt, mit einem weiteren RETURN angezeigt:

    Message 7/15 from kevin Aug 14 1994 at 11:37

    Hallo Fans,
    grosse Freude; nach meinen diversen Abenteuern bin ich nun gluecklich und
    zufrieden wieder zu Hause im Kreis der Familie gelandet.
    Ihr braucht also nicht mehr um mich zu zittern.
    --
    kevin

    Command (´i´ to return to index):

    Diese freudige Nachricht müssen wir nun umgehend einem Freund zukommen lassen. Mit dem f-Befehl wird die Mail weitergeleitet (forwarded):

    Command: Forward message Edit outgoing message (y/n)?

    Eine weitere Bearbeitung ist nicht nötig, daher also mit n geantwortet:

    Command: Forward message Edit outgoing message (y/n)? No
    To:

    Hier wird nun die Empfängeradresse angegeben:

    Command: Forward message To: cinderella@disneyworld.com
    Subject: Nicht allein zu Haus (fwd)

    Mit RETURN wird das vorgeschlagene Subject akzeptiert. Danach fragt Elm wiederum nach weiteren Empfängern, ob die Mail verschickt werden soll und jagt sie hinaus. Dies soll als erste Übung zum Umgang mit Elm erst einmal genug sein; also verlassen wir Elm mit x (exit).

    As you can see, it´s quite simple to use the Elm program.

    Neben der bislang gezeigten Art kann Elm auch im Kommando-Modus benutzt werden, um schnell mal eine einzelne Mail an jemanden zu verschicken, ohne den Overhead mit Mailliste usw.. Dies geschieht von der Systemebene aus durch Aufruf von Elm, gefolgt von dem oder den Empfängernamen, z. B.

    elm Mark.mueller@plischundplum.de

    Elm fragt wie üblich nach Subject, Copies und wechselt in den Editor zur Erstellung des Textes, verschickt die Mail und kehrt auf UNIX-Ebene zurück.

    Ebenso wie beim Standard-Mailprogramm kann auch Elm eine bereits vorhandene ASCII-Datei als Mail verschicken. So wird z. B. mit

    elm kruemelmonster@sesamstrasse.wdr.de <kekse

    die Datei ´kekse´ zum angegebenen Empfänger geschickt.

    Weiterhin ist im Commandline-Modus mittels der s-Option auch die Angabe eines Subjects möglich:

    elm -s "Frische Kekse" kruemelmonster@sesamstrasse.wdr.de <kekse

    Um noch ein paar weitere Möglichkeiten kennenzulernen kehren wir mit elm in die Mailliste zurück:

    Mailbox is /var/spool/mail/mymail with 15 messages [Elm 2.4 PL0]

    -> O 1 Sep 12 Harry Hurtig      (321)      Elm-Testprotokoll
    O 2 Sep 12 Pete Churchyard      (65)      Re: Trouble with PC-Elm
    O 3 Sep 11 tom@sun23      (23)      Problem mit Turbopascal
    4 Sep 2 Hansi Meier      (18)      Treffen 14.9.
    O 5 Aug 31 geirs!haupts      (126)      NIS-Konfiguration
    6 Aug 30 root      (7)     
    7 Aug 14 kevin      (11)      Nicht allein zu Haus

    You can use any of the following commands by pressing the first character;
    d)elete or u)ndelete mail,
    m)ail a message,
    r)eply or f)orward mail, q)uit
    To read a message, press <return>. j = move down, k = move up,
    ? = help
    Command:

    Die erste Mail von Harry Hurtig enthält den Mitschnitt eines Tests, der auszuwerten ist, aber dann nicht weiter benötigt wird; es wird aber eine Hardcopy benötigt. Mit p (für print) wird das Protokoll ausgedruckt und die Mail anschließend mit d (delete) zur Löschung markiert. Der Zeiger wandert automatisch um eine Position nach unten auf die 2. Mail, die mit p ebenfalls ausgedruckt jedoch nicht gelöscht wird.

    Die Message Nr. 5 ist eine wichtige Sache für die Systemadministration und soll als Datei gespeichert werden. Entweder mittels der Pfeiltasten den Zeiger auf die Mail bewegen oder durch Eingabe der 5 direkt dorthin positionieren. Anschließend wird mit s (save) der Mailinhalt gesichert. Elm fragt nach einem Namen für die Datei und bietet als Default-Dateinamen etwas an, das in den seltensten Fällen als Dateiname sinnvoll ist, hier empfiehlt sich die Angabe eines neuen Namens (hier z. B. NIS.config). Nachdem die Nachricht als Datei gespeichert ist markiert Elm sie automatisch zum Löschen. Unsere Mailliste sieht jetzt so aus:

    Mailbox is /var/spool/mail/mymail with 15 messages [Elm 2.4 PL0]

    -> D 1 Sep 12 Harry Hurtig      (321)      Elm-Testprotokoll
    O 2 Sep 12 Pete Churchyard      (65)      Re: Trouble with PC-Elm
    O 3 Sep 11 tom@sun23      (23)      Problem mit Turbopascal
    4 Sep 2 Hansi Meier      (18)      Treffen 14.9.
    D 5 Aug 31 geirs!haupts      (126)      NIS-Konfiguration
    6 Aug 30 root      (7)     
    7 Aug 14 kevin      (11)      Nicht allein zu Haus

    You can use any of the following commands by pressing the first character;
    d)elete or u)ndelete mail,
    m)ail a message,
    r)eply or f)orward mail, q)uit
    To read a message, press <return>. j = move down, k = move up,
    ? = help
    Command:

    Verlassen wir an dieser Stelle ELM mit q (quit), so erscheint:

    Delete messages (y/n)? n

    Als Default-Antwort ist hier das ´n´ für NO vorgegeben (kann in der Konfigurationsdatei geändert werden); da die Mails aber gelöscht werden sollen, wird hier mit y geantwortet. Anschließend fragt Elm, ob die noch vorhandenen Nachrichten in das eigene Mailverzeichnis (default: $HOME/Mail) übertragen werden sollen; hier ist der Defaultwert ebenfalls NO und wird mit RETURN bestätigt, d. h., daß die Nachrichten in der Standardmailbox verbleiben. Danach wird Elm beendet.

    Nachdem wir uns eingehend mit der Nachricht über PC-Elm beschäftigt haben (wo offensichtlich Probleme aufgetreten sind), soll dem Absender geantwortet werden, aber diesmal die Message in die Antwort eingefügt werden. Nach erneuten Aufruf von Elm könnte die Liste so aussehen:

    Mailbox is /var/spool/mail/mymail with 15 messages [Elm 2.4 PL0]

    -> N 1 Sep 12 Kruemelmonster      (11)      Danke fuer die Kekse
    O 2 Sep 12 Pete Churchyard      (65)      Re: Trouble with PC-Elm
    O 3 Sep 11 tom@sun23      (23)      Problem mit Turbopascal
    6 Aug 30 root      (7)     

    You can use any of the following commands by pressing the first character;
    d)elete or u)ndelete mail,
    m)ail a message,
    r)eply or f)orward mail, q)uit
    To read a message, press <return>. j = move down, k = move up,
    ? = help
    Command:

    Eine neue Mail vom Krümelmonster ist eingetroffen, in der es sich brav für die frischen Kekse bedankt, jedoch im Moment nicht interessiert, da auf die Mail von Pete Churchyard geantwortet werden soll; also wird mit der Pfeiltaste die 2. Mail als aktuelle markiert und ein r eingegeben. Die anschließende Frage ´Copy message (y/n)?´ wird diesmal mit y beantwortet, um sie in die ausgehende Mail einzufügen. Nachdem ´Copies to:´ mit RETURN übergangen und anschließend in den Editor umgeschaltet wurde, sei folgendes auf dem Bildschirm zu sehen:

    >Hi Mark,
    >I don´t know what you made with the upgrade of the new version of
    >PC-ELM and why your mails are merged. Look at the beginnig of your mail
    >there must be a line with ´From Mailer Daemon ...´.
    >If not, I think, it´s the best to delete PC-ELM (except your Config-
    >file and do a brand new installation.
    >good luck
    >Pete
    --
    F F F F F H H N N Mit freundlichen Grüßen
    F H H N N N Peter Müller Tel.: +49 02151 822 123
    F F F F H H H H H N N N FH Niederrhein Fax.: +49 02151 822 555
    F H H N N N Reinarzstraße 49 E-Mail: Peter.Mueller@fh-niederrhein.de
    F H H N N 47805 Krefeld

    Der Mailtext des Absenders wird also vor Aufruf des Editors in die weiter zu bearbeitende ausgehende Mail geladen, wobei vor jede Zeile ein ´>´-Zeichen gesetzt wurde. Damit wird deutlich, welcher Teil der Mail von Pete und welcher von Mark Müller ist. Im obigen Beispiel wird außerdem gezeigt, wie ein Absenderlogo automatisch eingefügt wird. Nach Fertigstellung der Antwort sieht es nun so aus:

    Dear Pete,
    you wrote
    >I don´t know what you made with the upgrade of the new version of
    >PC-ELM and your mails are merged. Look at the beginnig of your mail
    >there must be a line with ´From Mailer Daemon ...´.
    ^
    These lines where found, but not at the right place (don´t know why)
    >If not, I think, it´s the best to delete PC-ELM (except your Config-
    >file and do a brand new installation.
    ^
    that was the solution, now it works
    many thanks for your help
    P.S. What´s about PC-ELM for MS-Windows?
    --
    F F F F F H H N N Mit freundlichen Grüßen
    F H H N N N Mark Müller Tel.: +49 02151 822 123
    F F F F H H H H H N N N FH Niederrhein Fax.: +49 02151 822 555
    F H H N N N Reinarzstraße 49 E-Mail: Mark.Mueller@fh-niederrhein.de
    F H H N N 47805 Krefeld

    Anschließend wird der Editor verlassen und die Mail (wie gehabt) mit s abgeschickt. Auf die gleiche Art kann beim Forwarding eine Mail mit eigenen Kommentaren versehen werden.

    Wird Elm mit Q verlassen, so entfallen die Fragen, die nach dem q-Befehl erfolgen; d. h. es werden alle mit D markierten Mails gelöscht und die anderen verbleiben in der Mailbox.

    Beendet man Elm mit dem x-Befehl, bleibt die Mailbox unverändert, d. h. es werden auch keine entsprechend markierten Mails gelöscht.

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    1.2 Elm konfigurieren

    Elm hat auch, wie viele andere Programme unter UNIX, die Möglichkeit, automatisch eine Konfigurationsdatei beim Start zu lesen. Diese Datei muß unter dem Namen elmrc im Verzeichnis $HOME/.elm abgelegt sein! Sie kann alle weiter unten aufgeführten Einträge beinhalten, wobei die Reihenfolge keine Rolle spielt. Fehlen Einträge oder ist keine elmrc-Datei vorhanden, werden die angegebenen default-Werte gültig. Die Einträge erfolgen jeweils in einer Zeile in der Form

    Schlüsselwort = Ausdruck

    Die Konfigurationsdatei ist eine ASCII-Datei und kann mit jedem beliebigen Editor bearbeitet werden. Kommentarzeilen beginnen mit # .

    editor Der vom Benutzer bevorzugte Editor. Bei ´builtin´ wird mit dem simplen Berkeley-Mail-Editor gearbeitet. Bsp.: editor = pine
    Default ist der beim Anmelden in der Umgebungsvariablen $EDITOR gesetzte.
    fullname Voller Name des Benutzers, default = Inhalt des Namensfeldes der Passwort-Datei. Da dieser Eintrag auch oft sehr kurz ist, wird empfohlen, hier einen eindeutigen Eintrag vorzunehmen; z. B. fullname=Heinz Schmitz, FH Niederrhein, FB Chemie
    pager Default = ´builtin´, der in Elm integrierte Pager. Wird zum seitenweisen Scrollen beim Lesen einer Message gebraucht. Bsp.: pager = more.
    print Befehlssequenz zum Ausdrucken der aktuellen Mail, z. B.
    print = lpr -Plpw %s (´%s´ ist die aktuelle Mail)
    prefix Default = ´>´ (Standard in der UNIX-Community). Dieses Zeichen wird vor jede Zeile einer Message gesetzt, die bei Reply oder Forward in die ausgehende Mail eingefügt wurde.
    signature Dateiname eines Absenderlogos, z. B.: signature = $HOME/.elm/mfg. Diese Datei wird dann automatisch vor Aufruf des Editors an das Ende der ausgehenden Mail gehängt.
    autocopy ON/OFF, default OFF. Bei ON wird jede abgeschickte Mail an die Datei ´sent´ im Unterverzeichnis ´Mail´ gehängt.
    sigdashes ON/OFF, default ON. Setzt eine Strichellinie (----) vor das signature-File ein.
    NOTE: ´sigdashes´ ist auf HP-Rechnern nicht verfügbar!
    alwaysdelete ON/OFF, default OFF. ON setzt den Standardantwert für die Frage, ob zur Löschung markierte Mails gelöscht werden sollen auf ´y´; die Bestätigung erfolgt dann nur noch mit RETURN.

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    Anhang

    A Absenderlogos oder Signatures

    Anwender, die E-Mail häufig nutzen, sind immer glücklich, wenn sie häufig wiederkehrende Arbeitsschritte vereinfachen können; ein prägnantes Beispiel hierfür ist die (für den höflichen Benutzer selbstverständliche) Angabe des Absenders. Hier schafft eine Datei mit dem Logo des Absenders Abhilfe. Elm ermöglicht die Nutzung eines sogenannten SIGNATURE-Files, das bei entsprechender Konfiguration diese Datei automatisch an die ausgehende Mail hängt. Hier ein mögliches Beispiel:

    F F F F F H H N N Mit freundlichen Grüßen
    F H H N N N YOUR NAME Tel.: +49 02151 822 XXX
    F F F F H H H H H N N N FH Niederrhein Fax.: +49 02151 822 XXX
    F H H N N N Reinarzstraße 49 E-Mail: MAIL-ADRESS
    F H H N N 47805 Krefeld

    Die Anpassung der unterstrichenen Teile ist vom Anwender jeweils selbst vorzunehmen.

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    B Versenden von Binärdateien per E-Mail unter UNIX

    Unter UNIX ist es möglich mit dem uuencode-Befehl auch Binärdateien per Electronic Mail zu verschicken. Mit uuencode wird eine Binärdatei in eine ASCII-Datei umgewandelt. Der Empfänger kann dann mit uudecode diese Konvertierung rückgängig machen und erhält somit wieder die Binärdatei.

    Angenommen, eine Binärdatei mit Namen "host" für eine SPARC soll verschickt werden. Mit

    uuencode host host >host-ascii

    wird aus der Binärdatei ´host´ eine ASCII-Datei mit dem Namen ´host-ascii´ erzeugt, die später per Mail an den Empfänger verschickt wird, was je nach verwendetem Mailer folgendermaßen geschehen kann:

    sparc1% elm <adresse> Mailprogramm aufrufen
    Subject: HOST-Programm
    erfolgt Umschaltung in den Editor

    Tach Pitter,
    hier haste dat Host-Projramm für deine sparc. Aufruf is einfach "host <hostname>"
    oder "host <IP-Adresse>"

    Tschuess
    Meta

    :r host-ascii Datei anhängen
    Editor verlassen und Mail absenden
    sparc1%

    Noch eleganter geht es bei Elm natürlich, wenn man uuencode direkt aus dem Editor heraus aufruft:

    sparc1% elm <adresse> Mailprogramm aufrufen
    Subject: HOST-Programm
    erfolgt Umschaltung in den Editor

    Tach Pitter,
    hier haste dat Host-Projramm für deine sparc. Aufruf is einfach "host <hostname>" oder
    "host <IP-Adresse>"

    Tschuess
    Meta

    :r !uuencode host host Textmodus d. Editors verlassen
    Datei anhängen
    Editor verlassen und Mail absenden
    sparc1%

    Beim Empfänger sieht das dann folgendermaßen aus:

    Mailbox is /var/spool/mail/pitter with 15 messages [Elm 2.4 PL0]

    -> N 1 Sep 12 Frieda Schmitz      (321)      Programm HOSTS
    6 Aug 30 root      (7)     

    You can use any of the following commands by pressing the first character;
    d)elete or u)ndelete mail,
    m)ail a message,
    r)eply or f)orward mail, q)uit
    To read a message, press <return>. j = move down, k = move up,
    ? = help
    Command:

    Nach Eingabe des | als Zeichen zur Programmverkettung sieht der untere Teil so aus:

    Command:|
    Pipe to:

    Nach Eingabe des Befehle uudecode wird aus der Mail wieder das Binärfile (in diesem Beispiel ´hosts´) im aktuellen Verzeichnis erstellt. Mit der RETURN-Taste wird wieder in den Elm umgeschaltet.

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    C Der vi-Editor

    Auf allen UNIX-Rechnern ist das Editorprogramm "vi" vorhanden. Da dieser Editor zwar unheimlich mächtig, aber aufgrund dieser Eigenschaft für den gelegentlichen Anwender nicht gerade komfortabel zu handhaben ist, sind hier lediglich die wichtigsten Befehle aufgeführt, die zur Benutzung in Zusammenhang mit Elm unbedingt notwendig sind.

    Grundsätzlich muß zwischen Befehls- und Textmodus unterschieden werden, d. h., daß im Textmodus keine Eingabe von vi-Befehlen möglich ist, sondern zu diesem Zweck erst in den Befehlsmodus gewechselt werden muß.

    Nach Aufruf von vi befindet sich der Editor grundsätzlich im Befehlsmodus. Zum Wechsel vom Befehls- in den Textmodus sind diverse Befehle vorhanden, die weiter unten aufgeführt sind. Im Textmodus können keine vi-Befehle eingegeben werden, sondern es muß erst wieder in den Befehlsmodus gewechselt werden.

    Die wichtigsten vi-Befehle:

    i Einfügen von Text an der aktuellen Cursorposition
    I Einfügen von Text am Anfang der aktuellen Zeile
    a Einfügen von Text hinter der aktuellen Cursorposition
    A Einfügen von Text am Ende der aktuellen Zelle
    ESC-Taste Rückkehr vom Text- in den Befehlsmodus
    ZZ Beenden der Editiersitzung (verlassen des vi)
    :r <filename> Einfügen der Datei"filename" an der aktuellen Cursorposition
    j eine Zeile abwärts
    k eine Zeile aufwärts
    h ein Zeichen nach links
    l ein Zeichen nach rechts
    G an das Ende des Textes
    Suchen der Zeichenkette "string"

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    Diese Seite wurde zum letzten Mal am 28.10.1999 aktualisiert
    Layout: Michael Mehlem