FIPS File and Program Server

Der FTP-Server der FH Niederrhein


Kommunikationsdienste und ihre Nutzung

Netzwerksoftware für Windows 3.x und Windows für Workgroups 3.x

Trumpet Winsock Version 3.0a
Autor: Dipl.-Ing. Harald Mürmann / DV-Koordinator Krefeld
Stand: 27. April 1999

Vorwort

Seit September 1996 verfügt die FH Niederrhein über eine registrierte Campuslizenz von Trumpet-Winsock; die Registrierung gilt für die Version 3.0a. Sie ist auf dem Server ftp.fh-niederrhein.de im Verzeichnis /pub/oldstuff/win31/winsock/trumpet abgelegt. Es handelt sich dabei um die im Internet zu Testzwecken frei verfügbare Software, zur Registrierung wenden Sie sich bitte an die DV-Zentrale.

Auszug aus den Lizenzbestimmungen:

Trumpet Winsock (TWS) ist ein TCP/IP-Stack für MS Windows, der den Einsatz aller möglichen anderer Netzwerkapplikationen wie WWW, FTP, EMAIL usw. ermöglicht. TWS kann sowohl auf unmittelbar im FH-Netz angeschlossenen PCs als auch auf dem häuslichen PC eingesetzt werden. In letzterem Fall besteht die Möglichkeit, per Modem und PPP (Point to Point Protocol) alle möglichen Kommunikationsdienste direkt zu nutzen.

Voraussetzung für den Einsatz sind im internen Netz eine Ethernetkarte, ein dazu passender sogenannter Packet Driver (wird normalerweise mit der Karte geliefert) und das Programm WINPKT.COM (Bestandteil von TWS). Für den Modemzugang über PPP selbstredend eine freie serielle Schnittstelle (COM-Port) und ein Modem.

Das Softwarepaket ist in einer selbstentpackenden Datei TWSK30A.EXE zusammengefaßt, die zweckmäßigerweise in ein eigenes Verzeichnis (z. B. C:\temp) kopiert wird.

Einsatz von TWS mit PPP

Voraussetzung ist die Zugangsberechtigung (Benutzerkennung und Paßwort) zu einem Server der DVZ. Dies geschieht in der FHN über einen sogen. Terminalserver als Bindeglied zwischen Telefonanlage und FH-Netz. Das ältere Protokoll SLIP (Serial Line IP) wird von TWS zwar auch unterstützt, aber an der FHN nicht angeboten.

Installation für PPP

ACHTUNG! Wenn sie bereits eine ältere Version (z. B. V2.0B) installiert haben, sollten sicherheitshalber alle bisher benutzten Dateien kopiert werden. Die Erfahrung hat zwar gezeigt, daß funktionierende CMD-Dateien auch unter der neuen Version einwandfrei arbeiten, aber falls bei der Installation ein Fehler unterläuft, sind sie futsch.

Nachdem die Datei entpackt ist, Windows starten und über das DATEI-Menü unter AUSFÜHREN das Programm INSTALL starten. Irgendwann wird behauptet, daß TWS nur richtig arbeitet, wenn evtl. weitere vorhandene Dateien des Namens WINSOCK.DLL umbenannt werden. Bei den bisherigen Tests habe ich die entsprechende Frage aber immer verneint und siehe da, die Anwendungen mit anderen Winsocks arbeiten wie bisher.

Die Frage, ob vorhandene CMD-Skripte übernommen werden sollen, ist bei einem Upgrade unbedingt mit JA zu beantworten. Außerdem werden bei einer Upgrade-Installation die bisherigen Einstellungen automatisch übernommen, womit die ganze Sache in ein paar Minuten erledigt ist.

Weiterhin wird die Erstellung einer Programmgruppe TRUMPET WINSOCK vorgeschlagen, was man ruhig akzeptieren sollte, da einige weitere nützliche Programme mit installiert werden. Schließlich wird das Verzeichnis noch in die AUTOEXEC.BAT eingetragen. Falls es bereits im Suchpfad vorhanden ist, kann die Speicherung der geänderten AUTOEXEC.BAT unterbleiben. Wurde die Datei geändert, muß erst ein Neustart vorgenommen werden.

Bei einer Erstinstallation ist natürlich eine komplette Konfiguration notwendig. Als erstes sollte im SETUP das Feld PPP angeklickt werden, um damit die Betriebsart festzulegen. Daraufhin werden einige Felder grau dargestellt, die für PPP nicht weiter relevant sind. Das reicht aber noch nicht, denn es sind noch ein paar weitere Angaben nötig:

IP ADDRESS Die IP-Adresse des eigenen PC wird beim Verbindungsaufbau vom Terminalserver automatisch zugewiesen; hier also keinen Eintrag vornehmen.
DNS SERVER(S) Die IP-Adresse des Rechners, der in Ihrer Domain für den Domain Name Service (DNS) zuständig ist. Für die FH Niederrhein ist das die IP-Adresse 194.94.120.1.
DOMAIN SUFFIX Hier wird der volle Domainname benötigt, also fh-niederrhein.de.
Bei den restlichen Einstellungen können erfahrungsgemäß die voreingestellten Werte übernommen werden. Bei schnellen Modemverbindungen können u. U. für MTU, TCP MSS und TCP RWIN auch größere Werte eingetragen werden, um effektivere Übertragungsraten zu erzielen. Ein Optimum ist jedoch nur experimentell zu erreichen. Dabei ist zu beachten, daß MTU mindestens TCP MSS + 40 sein muß, TCP WIN sollte drei bis vier mal größer sein als TCP MSS.

Anschließend auf DIALLER SETTINGS klicken und dort notwendigen Einstellungen vornehmen:

COMM PORT abhängig davon, an welcher Schnittstelle (COM1 bis COM4) das Modem hängt.
BAUDRATE Hängt vom Modem und der Qualität der Telefonleitung ab; gängige Werte sind heutzutage 14400, 19200, 28800, 38400. Maximal sind 115200 bit/s erlaubt.
HARDWARE HANDSHAKING Wenn Ihr Modem dies erlaubt (was meist der Fall ist), unbedingt einstellen, da die Datenflußkontrolle mittels RTS/CTS allemal erheblich besser ist als die softwaremäßige mit XON/XOFF.
VJ HEADER COMPRESSION Unbedingt aktivieren, da dies auch auf dem Terminalserver eingestellt ist!
ONLINE STATUS DETECTION None oder DCD, wenn vom Modem unterstützt
In dem Kasten AUTOMATIC LOGIN ist die Wahl unterschiedlicher Arten der Verbindungsaufnahme möglich, je nach Geschmack des Anwenders. Näheres hierzu kann der Online-Hilfe entnommen werden. Für den Einstieg wird NO AUTOMATIC LOGIN empfohlen.

Anschließend im FILE-Menü PPP-OPTIONS auswählen und dort USE PASSWORD AUTHENTICATION PROTOCOL (PAP) aktivieren sowie Benutzerkennung und Paßwort eingeben; mit OK das Menü schließen. Nun im DIALLER-Menü die Datei SETUP.CMD aufrufen. Hier wird nur die Telefonnummer (s. u.) eingetragen, die Felder für Username und Password müssen leer bleiben (im Musterskript der FHN wird nur die Telefonnummer abgefragt). Mit diesen Einstellungen ist die Verbindung zur FHN mittels PPP oder einem Terminalprogramm möglich. Die Eingaben werden in einer INI-Datei im Trumpet-Verzeichnis gespeichert, daher ist das Programm nach der Konfiguration erst zu beenden und wieder neu zu starten.

Eine Verbindung zur FHN wird im DIALLER-Menü über LOGIN aufgebaut. Ist dieser Vorgang erfolgreich, erscheint irgendwann auf dem Bildschirm die CONNECT-Meldung des Terminalservers. Geben Sie hier nichts ein! Nach etwa 5 Sekunden erfolgt automatisch die Anmeldung auf dem Host hera (KR) bzw. fhn_dvmg (MG). Nun empfiehlt sich ein Test mit dem PING-Programm aus der neuen Gruppe, mit dem bei einem anderen Host angeklopft wird, um festzustellen, ob er noch "lebt". Hier sind z. B. ftp.fh-niederrhein.de oder www.fh-niederrhein.de eine gute Wahl, da diese immer in Betrieb sind. Ist der Test erfolgreich, sollten auch andere Anwendungen wie FTP, TELNET oder WWW funktionieren.

Hier ein Beispiel für eine Verbindung zum Server mail.fh-niederrhein.de:

Trumpet Winsock Version 3.0 Revision A
Copyright © 1996 distributed by
Trumpet Software International Pty Ltd.
A.C.N. 070 065 860
Under Licence from the Copyright owners.
All Rights Reserved.
This copy of the Trumpet Winsock is registered to
"Fachhochschule Niederrhein".
PPP ENABLED
PPP driver COM2 Baud rate = 115200 Hardware handshaking Compression enabled
IP buffers = 32 Packet buffers = 16
My IP = 0.0.0.0 netmask = 0.0.0.0 gateway = 0.0.0.0
Executing script c:\trumpet\login.cmd.
default comms profile = 115200,n,8,1,x
PPP DISABLED
at&f&c1l0
OK
atdt02151-822-788
CONNECT 28800/LAPM/V42BIS

Script completed
PPP ENABLED
PAP Login Accepted:Login Succeeded
My IP address = 194.94.120.59

Die ersten Zeilen bis einschl. PPP DISABLED vergessen wir mal, auch wenn vermeintlich ein paar Dinge nicht zu stimmen scheinen (z. B. IP-Adressen 0.0.0.0 für PC und Gateway).

In der Zeile at&f&c1l0 wird das Modem mit der Standardkonfiguration geladen, die DCD-Auswertung aktiviert und auf minimale Lautstärke eingestellt. Nach dem OK-Prompt des Modems erfolgt dann mit atdt02151-822-788 die Anwahl zur FHN. Die Benutzung der Vorwahlnummer ist auch dann sinnvoll, wenn man sich im selben Ortsnetz befindet, da die Verbindung über einen Verstärker geht, der die Leitung stabiler macht. Nach 5 Sekunden erfolgt dann die Zuweisung der IP-Adresse für den lokalen PC. Damit ist der heimische PC quasi in das FH-Netz eingebunden und es können nun andere Programme wie z. B. Telnet, Ftp, Netscape Navigator oder ein Mailtool gestartet werden.

ACHTUNG: Im Trumpet-Fenster ist keine Arbeit auf dem Server möglich!

Eine bestehende Verbindung wird über das DIALLER-Menü unter BYE beendet. Nach drei Sekunden erhält das Modem den entsprechenden Befehl, danach kann TCPMAN beendet werden.

Unter /pub/oldstuff/win31/winsock/trumpet befinden sich getestete Musterdateien (BYE.CMD, LOGIN.CMD, SETUP.CMD) für den Einsatz in der FHN.

Einsatz von TWS mit PACKET DRIVER

Ein Packet Driver ist ein Stück Software, das zwischen der Netzwerkkarte des PC und dem gerade benutzten Kommunikationsprogramm (das mit TCP/IP Protokollen arbeitet) sitzt. Die 80x86 Prozessorfamilie ermöglicht die Kommunikation zwischen Anwendungsprogramm und DOS-Betriebssystem über sogenannte Software-Interrupts, auch Vektoren genannt. Die Vektornummern reichen von 0 bis 255, wobei für Packet Driver der Bereich 60 .. 127 reserviert ist. Damit nun der Packet Driver auch mit Windows korrekt arbeiten kann, ist ein weiterer Assistent notwendig, nämlich das Modul WINPKT (Bestandteil von TWS). Schließlich sollte man vor Installation der Netzwerkkarte auch wissen, welche Hardware-Interrupts (IRQs) und Ein-/Ausgabeadressen bereits benutzt sind. Normalerweise befindet sich der Packet Driver auf der mit der Netzkarte gelieferten Diskette; für die gängigen Karten sind Packet Driver auf dem FTP-Server der FHN /pub/oldstuff/dos/comm/packets.

Bevor es an die Installation von Trumpet Winsock geht, muß also erst einmal der Packet Driver eingerichtet werden, was am zweckmäßigsten in der Datei AUTOEXEC.BAT geschieht. Die Befehlsfolge

ist ein Beispiel für eine NE2000-kompatible Netzwerkkarte; in der ersten Zeile wird der NE2000 Packet Driver mit Vektor 0x60 (hex), IRQ 5 und I/O-address 0x300 (hex) in den Arbeitsspeicher geladen, mit der zweiten Zeile folgt die Installation des Virtual Packet Driver für Windows mit dem selben Vektor.

Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen und wir können nach dem Start von Windows das Programm TCPMAN aufrufen. Wie bei der Installation für PPP werden beim Upgrade die vorhandenen Einstellungen übernommen, bei der Erstinstallation muß im SETUP als erstes PACKET DRIVER aktiviert werden. Die weiteren notwendigen Angaben sind:

IP ADDRESS Die IP-Adresse Ihres PCs im FH-Netz. Wenn Sie Ihren PC erstmalig ins Netz nehmen, müssen Sie Sich Rechnername und IP-Adresse von der DVZ geben lassen.
DNS SERVER(S) Die IP-Adresse des Rechners, der in Ihrer Domain für den Domain Name Service (DNS) zuständig ist. Das ist die IP-Adresse 194.94.120.1.
DOMAIN SUFFIX Hier wird der volle Domainname benötigt, also fh-niederrhein.de
VECTOR Kann auf 00 bleiben, da er von TCPMAN automatisch ermittelt wird.
NETMASK Die Internet-Netzwerkmaske, in der FHN 255.255.255.0, eine Ausnahme ist das Netz 194.94.123.0, hier muß die Netzmaske von der DVZ erfragt werden.
GATEWAY Die IP-Adresse des Gateway-Rechners zu anderen Netzen. Dies ist abhängig von dem Standort Ihres PCs in der FHN, also die DVZ fragen.
Die in dem Bild gemachten Angaben sind lediglich als Beispiel zu verstehen!

Die anderen Werte können übernommen werden. Grau hinterlegte Felder werden für den Einsatz mit Packet Driver nicht benötigt und bleiben unberührt. Abschließend auf den OK-Button klicken und wenn alles gut geht, ist Ihr PC voll im Netz funktionsfähig.

Was tun, wenn es nicht klappen will?

Wenn die Nachricht erscheint, daß TCP nicht geladen werden kann, überprüfen Sie, ob Packet Driver und WINPKT sauber geladen sind.

Wenn WINPKT nicht geladen werden kann (No packet driver found), probieren Sie es mit einer anderen Vektornummer.

Die Nachrichten "Unable to load network buffers" oder "Network buffers low" deuten darauf hin, daß es Probleme mit dem Arbeitsspeicher gibt. In diesem Fall sollten alle nicht benötigten TSR-Programme (speicherresidente Programme) entfernt werden (evtl. AUTOEXEC.BAT ändern).

Bei der Konfiguration mit dem Packet Driver wird TCPMAN beim Aufruf einer Netzapplikation automatisch gestartet.

Anhang

Die Skript-Dateien SETUP.CMD und LOGIN.CMD

Die Standard-Skripte von TWS sind für den Dialup-Betrieb per Modem aufgrund der Struktur in FHN nicht direkt anwendbar. Hier die erprobten Skripte SETUP.CMD und LOGIN.CMD, sie liegen auf dem FTP-Server ftp.fh-niederrhein.de im Verzeichnis /pub/oldstuff/win31/winsock/trumpet.

Alle Zeilen, die mit # beginnen, sind Kommentare und werden nicht als Befehl interpretiert.

SETUP.CMD

%ok = [load $number]
if [query $number "Telefonnummer: "]
save $number
end

Falls bei der Variablen eine Änderung notwendig sein sollte, unbedingt vor dem nächsten Verbindungsaufbau über das DIALLER-Menü dieses Skript anpassen!

LOGIN.CMD

#trace on
#
# Abfrage der Telefonnr., falls noch nicht vorhanden
if ![load $number]
  if [query $number "Bitte die Telefonnummer eingeben: "]
    save $number
  end
end
#
# Vorbelegung diverser Variablen
$modemsetup = "&c1&k3"
$prompt = ">"
$pmprompt = "CONNECT"
%attempts = 10
#
# Modem initialisieren
output "atz"\13
if ! [input 10 OK\n]
  display "Modem antwortet nicht!"\n
  abort
end
output "at"$modemsetup\13
input 10 OK\n
#
# Telefonnr. waehlen
%n = 0
repeat
  if %n = %attempts
    display "Zu viele Waehlversuche!"\n
    abort
  end
  output "atx3dt"$number\13
  %ok = [input 60 CONNECT]
  %n = %n + 1
until %ok
input 5 \n
#
#  Verhandlungsphase abwarten
wait 5 dcd
#
# RETURN zum Terminalserver
output \13
#
# we are now logged in

Bei Problemen kann die Entfernung des Kommentarzeichens (#) in der 1. Zeile nützlich sein.

Das TRACE-Menü

In diesem Menü kann die Ausgabe von Meldungen unterschiedlicher Protokollebenen ein- oder ausgeschaltet werden. Dies hat nichts mit dem Befehl "trace on" bzw. "trace off" in den Skriptdateien zu tun!

Als Standard werden keine Meldungen ausgegeben, die Aktivierung erfolgt nach Öffnung des Menüs mittels Mausklick auf das (die) gewünschte(n) Protokoll(e). Für eine eventuell nötige Fehlersuche ist diese Möglichkeit sehr sinnvoll, kann aber u. U. bei einigen Protokollebenen bei nicht ausreichendem Speicherplatz zum Absturz des Programms führen.

Logs für folgende Protokollebenen sind möglich:

TCP Transport Control Protocol
UDP User Datagram Protocol
IP Internet Protocol
ARP Address Resolution Protocol
RARP Reverse ARP
Ethernet Ethernet-Headers werden bei IP/ARP/RARP hinzugefügt
Extra detail weitere Details bei TCP, UDP und IP traces
Socket calls Winsock calls
DNS log Domain Name Service Aktionen
VORSICHT, benötigt viel Speicher, kann zum Absturz führen!
Messages Async Socket Nachrichten
Comms Kommunikation auf dem seriellen Port (COM-Port)

Telefonnummern

Krefeld: 822 788 15 analoge Ports mit 28.800 bit/s
377480 30 ISDN-Ports (Modemzugang ebenfalls möglich)
82090 30 ISDN-Ports (Modemzugang ebenfalls möglich)
Mönchengladbach: 186 420 5 analoge Ports mit 28.800 bit/s
186 425 10 analoge Ports mit 28.800 bit/s
92672 30 ISDN-Ports (Modemzugang ebenfalls möglich)
81430 30 ISDN-Ports (Modemzugang ebenfalls möglich)

COM-Ports und Übertragungsgeschwindigkeiten

Bei der Einstellung der Schnittstellengeschwindigkeit ist zu berücksichtigen, daß Werte größer als 19200 bit/s (je nach Hardware ist selbst dies schon zu viel) nur mit Chips des Typs UART 16550A o.ä. möglich sind, die über einen sogenannten FIFO-Buffer verfügen. (Mit dem DOS-Kommando MSD wird ein Programm aufgerufen, das die vorhandenen Schnittstellentypen identifizieren kann.) Die Verwendung solcher Chips anstelle der ungepufferten 16450er oder 8250er UART's ist nicht nur bei Datenübertragungen in Multitasking-Systemen wie Windows dringend zu empfehlen. Viele Probleme haben hier ihre Ursache. Die meisten Rechner lassen sich preisgünstig auf- bzw. umrüsten.

Max. Modemgeschwindigkeit einzustellende Schnittstellengeschwindigkeit
Hardware Schnittstellenbaustein UART 16550 (mit FIFO)
2400 9600
9600 38400
14400 57600
28800 (oder mehr) 115200
ist kein UART 16550 vorhanden (z. B. UART 16450 ohne FIFO)
2400 9600
9600 (und mehr) 38400

Windows selbst unterstützt ohne besonderen Treiber allerdings nur Schnittstellengeschwindigkeiten bis zu 57600 bps. Für Besitzer von FIFO-Chips könnte daher der verbesserte Schnittstellentreiber von CyberSoft interessant sein ( /pub/oldstuff/win31/driver/cyberdrv.zip auf ftp.fh-niederrhein.de).

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Diese Seite wurde zum letzten Mal am 28.10.1999 aktualisiert
Layout: Michael Mehlem