FIPS File and Program Server

Der FTP-Server der Hochschule Niederrhein


Shareware, Freeware und Public Domain

Der normale Weg, den Computer mit Programmen zu "füttern", besteht darin, die Programme direkt beim Hersteller oder im Computerfachhandel zu kaufen und sie anschließend auf dem Computer zu installieren. Der Nachteil für den Kunden liegt bei dieser konventionellen Vorgehensweise auf der Hand: häufig zeigt sich erst nach dem Kauf, daß ein Programm doch nicht ganz den eigenen Erfordernissen oder Erwartungen entspricht.

Es gibt aber eine große Anzahl Programmierer, die ihre Werke nach einem alternativen Konzept vertreiben, dem Shareware-Prinzip. Der Kunde darf diese Programme kostenlos testen und muß erst dann eine Registrierungsgebühr entrichten, wenn er sich dazu entschließt, sie weiterhin zu benutzen. Der typische Vertriebsweg für diese Programme ist inzwischen das Internet.

Dieser Server enthält eine Auswahl der besten Programme, die zum großen Teil nach diesem Shareware-Prinzip vertrieben werden. Bei den übrigen Programmen auf diesem Server handelt es sich um solche, die als Public-Domain-Software oder Freeware zur Verfügung gestellt werden.

Die nachfolgende Aufstellung soll helfen, die Begriffe Public Domain,Freeware und Shareware ein wenig zu verdeutlichen:

Public Domain

Wenn ein Autor sein Programm als Public Domain der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, gibt er damit sämtliche Rechte an diesem Programm ab. Sie dürfen ein solches Programm also beliebig nutzen, weitergeben und sogar verändern.

Freeware

Ein Programm, das als Freeware deklariert ist, darf kostenlos verwendet und weitergegeben werden. Der Autor erwartet auch bei intensiver Nutzung des Programms keine Registrierungsgebühr. Da er sich jedoch die Rechte am Programm vorbehält, dürfen am Programm keine Änderungen vorgenommen werden. Es gibt auch eine Reihe von Programmen, die nur unter bestimmten Voraussetzungen - beispielsweise bei privater Nutzung - Freeware sind.

Shareware

Ein Programm, das als Shareware angeboten wird, darf über einen bestimmten Zeitraum hinweg (normalerweise einige Wochen) kostenlos getestet werden. Wenn Sie sich nach Ablauf dieser Zeit dazu entschließen, das Programm weiterhin zu nutzen, sind Sie verpflichtet, eine Registrierungsgebühr an den Autor zu entrichten. Der Autor ist dabei auf Ihre Ehrlichkeit angewiesen. Viele Programme machen in der Shareware-Version beim Starten oder Beenden auf die Notwendigkeit der Registrierung aufmerksam. Wie und zu welchem Preis Sie ein solches Programm registrieren lassen können, erfahren Sie normalerweise entweder aus der Dokumentation oder den Hilfetexten zum Programm.

Eine besondere (Un-)Art der Shareware sind zeitlich begrenzte Shareware-Versionen. Sie sind normalerweise ohne Einschränkungen lauffähig - allerdings nur über einen begrenzten Zeitraum. Wird dieser Zeitraum überschritten, versagen sie ihren Dienst.

Allgemein gilt für Shareware: Wenn die Software nicht nach dem vom Autor angegebenen Zeitraum registriert wird, so machen Sie sich genauso strafbar, als ob sie eine Raubkopie einer kommerziellen Software benutzen.

Crippleware

Na ja, diesen Begriff wird kaum ein Autor für sein Programm verwenden. Als Crippleware werden Programme bezeichnet, die eigentlich nach dem Shareware-Prinzip vertrieben werden, aber in der Shareware-Version derart viele Einschränkungen enthalten, daß ein sinnvolles Testen kaum möglich ist. Versuchen Sie einmal, eine Textverarbeitung intensiv zu testen, in der das Abspeichern oder Drucken von Dokumenten nicht möglich ist.


Diese Seite wurde zum letzten Mal am 26.01.2006 aktualisiert
Verantwortlich für die Seiten des FTP-Servers: Christof Grigutsch

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